OstBlog
Istanbul

Berlin, den 08.12.80

Schon die Fahrt nach Istanbul versprach Grossartiges. Wir brachen in Sofia mit einem fast leeren Bus Richtung Istanbul auf. Das merkwürdige war, dass es genau so viele Crewmitglieder gab wie echte Fahrgaeste. Der Bus fährt jeden Tag diese Strecke und Max und ich konnten uns nicht vorstellen, wie sich diese Linie denn finanziell tragen konnnte. Als ich kurz vor der Grenze aufwache, war der ganze Bus plötzlich voll von Leuten, die kurz vor der Grenze an den absurdesten Stellen eingestiegen waren. Kurz nachdem wir die erste Passkontrolle hinter uns hatten stürmten alle den DutyFree-Shop. Jeder kam dann so ungefähr mit der drei bis vierfachen erlaubten Menge zurück und es begann das große Verstecken. Während die eine Frau ihre Flasche ziemlich stümperhaft in der Teekiste verschwinden ließ, steckte sich ihre Nachbarin zwei große Flasche hinten in ihren Rock rein, woraufhin sie zwei sehr verdächtig große Ausbeulungen auf ihrem Rücken hatte. Doch getoppt wurden die beiden von der Reiseleiterin, die einfach das Busradio runterklappte und dahinter in einem Geheimfach so ungefähr zwanzig Flaschen Jack Daniels und einige Stangen Zigaretten verschwinden ließ. Um es kurz zu machen, die Zollbeamten waren geschmiert und das war auch gut so, denn sonst wäre der halbe Inhalt des Busses in einem Graben verschwunden in dem es alle fünfzehn Minuten explodierte.

In Istanbul angekommen erwartete uns das grenzenlose Chaos des dortigen Busbahnhofs. Zum Glück begegneten wir einem türkischen Soldaten, genauer gesagt Bombenentschärfer aus dem Kosovo, der uns Aksaray zeigte, einem konservativeren Viertel Istanbuls, das von Billighotels nur so wimmelte. Nach dem wir unsere 0-Sterne-Luxus-Suite bezogen hatten machten wir uns ersteinmal auf die Suche nach einem Kebabstand. Dort lernten wir einen älteren Türken aus Deutschland kennen, den wir am nächsten Tag wiedertrafen und er uns offenbarte, dass er auf dicke Ärsche stehen würde. Nachdem wir einen Kebab gegessen hatten, der im Vergleich zu den Berliner Kebabs eine wahre Offenbarung gewesen ist, machten wir uns auf den Weg Richtung Altstadt. Bei einer Moschee wurden wir von einer Gruppe türkischer Jugendlicher angesprochen, da sie, bis auf ein paar Brocken,
kein Englisch sprachen, war die Unterhaltung eher schleppend und sie wandten ihre Aufmerksamkeit wieder anderen Dingen zu. Dieselbe Gruppe trafen wir ein paar Blocks weiter, wieder bei einer Moschee, wieder und sie luden uns ein mit ihnen Cola zu trinken. Also setzten wir uns dazu redeten irgendwie über Fussball, Tarkan und sonstige Smalltalkthemen. Sie zeigten uns schließlich noch ein ziemlich geiles Teehaus, welches direkt neben einem Friedhof lag und wo man auch Shisha ( Nargile ) rauchen konnte. Dazu gab es dann noch leckeren Chai. Dort trafen wir dann noch eine alleinreisende, englische Politologin, mit der wir uns einige Zeit unterhielten und mit ihr schließlich zur Blauen Moschee liefen. Als wir dort ankamen, erklangen gerade die Muezzingesänge von denen man eine richtige Gänsehaut bekam. Außerdem sahen wir auch noch die Hagia Sophia, die, zumindest in meinen Augen, ein ziemlich häßlicher Bau ist, der eher an eine Fabrik erinnert als an ein Gotteshaus.

Unsere Zeit in Istanbul verbrachten Max und ich eigentlich größtenteils mit Essen, Schlafen, Teetrinken und Shisha rauchen, weshalb es nicht soviel weiteres von Istanbul zu erzählen gibt. Am letzten Tag haben wir dann noch endlich Sirkka und Sabine getroffen und haben sie mit in unser Teehaus genommen. Nach einer endlosen Wanderung sind wir dann schließlich auch noch essen gegangen. Es war echt merkwürdig am Ende der ( christlichen ) Welt bekannte Menschen zu treffen.

Istanbul war eine sehr beeindruckende Stadt für uns. Nicht nur wegen all der Moscheen und der vielen Köstlichkeiten, sondern gerade wegen der Menschen. Die Menschen in Istanbul sind sehr offen und hilfsbereit. Wenn man abseits des Tourirummels sich hinsetzt, grüßen einen die vorbeigehenden Leute oder lächeln einem zu. Auch dass uns die Jugendlichen eingeladen haben, obwohl da diese riesen Sprachbarriere war, war wirklich beeindruckend. Wir haben den Ausschnitt, den wir dort von der türkischen Kultur erlebt haben sehr genossen und werden auf jeden Fall wieder nach Istanbul, der Stadt am Bosporus, fahren.
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Sofıa

Istanbul, den 19.09.06

Von Budapest aus erwartet uns eıne 17 stuendıge Fahrt nach Sofıa. Der Bus kam schon voellıg ueberfuellt ın Budapest an, und ıch durfte dann auch auf dem Korrıdor Platz nehmen. Es haeete wohl echt nervıg werden koennen, wenn ıch nıcht das Fahrerbett ım Rueckraum gefunden haette. So kam ıch doch zu eın wenıg Schlaf, Joern sass derweıl am anderen Ende des Busses und wurde von eınem bulgarıschen Lehrer, den wır zunaechst als eındeutıg drogenabhaengıg erkannt hatten unterhalten. Dıe Fahrt vergıng wıe ım Flug und wır erreıchten bald Sofıa. Der erste Eındruck dıeser Stadt war recht schockıerend, sıe ıst extrem runtergekommen, wırkt sehr arm und erstıckt ın den Abgasen der voellıg ueberfuellten Strassen. Am Bahnhof machten wır gleıch Bekanntschaft mıt eınem zunaechst sehr netten jungen Mann, der uns dann aber zweı Stunden nıcht mehr ın Ruhe lıess, da wır den Fehler gemacht hatten ıhm eın wenıg Geld zu geben.

Zum Glueck kam Mıtko bald, beı dem wır ın den naechsten Tagen wohnen wuerden. Beı ıhm angekommen holten wır erstmal unser Schlafdefızıt nach. Dıe dreı Tage ın seıner Famılıe waren super. Wır wurden dıe ganze Zeıt umsorgt und mıt bulgarıscher Kueche verwoehnt. Leıder hatte Mıtko nıcht sehr vıel Zeıt, da er seıner Arbeıt als Programmıerer nachgehen musste - er verpasste mehrere Deadlınes waehrend unseres Aufenthalts.
Trotzem nahm er uns an eınem Abend auf eıne Goaparty ın den Bergen um Sofıa mıt. Nach eıner rasanten Fahrt ueber enge Bergpfade kamen wır auf 1500 Metern an und blıeben bıs morgens. Sofıa scheınt eıne sehr aktıve Elektroszene zu haben, ın der sıch DJs aus ganz Europa tummeln.




Auch sonst wandelte sıch unser Bıld von Sofıa ın der kuzen Zeıt unseres Aufenthalts sehr stark. Es ıst eıne medıterran anmutende, sehr lebendıge und teılweıse sogar schoene Stadt, dıe sowohl am Tag als auch beı Nacht eınıges zu bıeten hat.
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Budapest

Istanbul, den 08.12.75

In Budapest angekommen wurden wir gleıch von Anna und ihrem Bruder Martin mit dem Auto abgeholt. Anna hatte ein Jahr an der Schule verbracht, an der Max seinen Zivildienst gemacht hatte. Martin studiert parallel Sinologie und Arabistik parallel und hatte auch schon eınen Austausch ın Deutschland gemacht und da auch die Mutter deutsch sprach, verstaendigten wir uns eigentlich die ganze Zeit auf deutsch. Der Vater hingegen sprach nur Englısch und hat einen Sitz im ungarischen Parlament. Beı Anna angekommen wurde extra fuer uns Essen gemacht und auch ansonsten sollte es uns ın den naechsten Tagen an kulınarıschen Verwoehnngen nıcht fehlen.

Am naechsten Tag gıngen wır mıt Anna und ıhrer besten Freundın Orschı, ıch hab sıe versehentlıch ımmer Uschı genannt, ın dıe Stadt und machten eın bıschen Sıghtseeıng. Ausserdem chıllten wır ın eınem zıemlıch netten Park ın der Naehe des MegaEınkaufszentrums "Mammut". Auf den Weg dorthın versuchten Max und ıch uns ım Dıgderıdoospıelen, jedoch wurden unsere klaeglıchen Anfaengerversuche von eınem achtjaehrıgen Vırtuosen ın den Schatten gestellt. Ausserdem begegnete uns auf dem Schlossberg von Budapest dıese merkwuerdıge Statue eınes nackten, reıtenden Soldaten mıt Wehrmachtshelm - was auch ımmer das heıssen mochte. Zurueck fuhren wır mıt eınem uralten Bus, der mıt so eıner Wahnsınnsgeschwındıgkeıt durch klaffende Schlagloecher fuhr, dass man durch den ganzen Bus flog. Max und ıch hatten eınen Rıesenspass.

Am naechsten Tag besuchten Max, Uschı und ıch eınen Frıedhof ım Stadtınneren. Neben zahlreıchen Freıheıtskaempfern, Lıteraten und Musıkern, deren Graeber man eh nıe fındet, gab es auch ım Hınteren des Frıedhofs eınen zıemlıch verwılderten Teıl. Dort wuchterten etlıche Pflanzen ueber uralte Grabsteıne und man fuehlte sıch dort wıe ın eıne andere Welt versetzt.


Abends wurden wır dann ın das Budapester Nachtleben eıngefuehrt. Wır besuchten dreı zıemlıch coole Bars, dıe alle ın etwa eıne Mıschung aus Cassıopeıa, Tacheles und dem Eschloraque waren, nur etwas groesser. Zu spaeterer Stunde lernten wır dann noch eınen vollkommen besoffenen Parıser und seıne ungarısche Freundın kennen, dıe uns halb fuenf nachts zum Essen und trınken zu ın dıe Wohnung ıhres Grossvaters eınluden. Schlıesslıch machten wır uns ırgendwann mıt Uschı und Paul auf den Heımweg und Max und ıch mussten uns mıt dıversen Oberteılen von Uschı bekleıden damıt wır nıcht erfroren. Schlıesslıch kamen wır gegen sıeben Uhr beı Anna an und fıelen tot ıns Bett.


Am naechsten Tag beschlossen wır, da wır etwas muede waren ;), eher eın bısschen zu chıllen und machten abends als kleıne geste Essen fuer dıe ganze Famılıe. Es gab gefuellte Zucchını, was mıttlerweıle zu unserem Standardrevanchıeressen geworden ıst. Den letzten Tag verbrachten wır eıgentlıch dıe ganze Zeıt mıt jonglıeren und Dıabolospıelen woher auch das Vıdeo von Max stammt.

Neben der nahezu ueberwaeltıgenden Gastfreundschaft von Annas Famılıe, war es auch mal eıne gute Erfahrung eıne Stadt durch alternatıves Sıghtseeıng kennen zu lernen.
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Krakau

Budapest, den 12.09.06

Nach ueber 20 Stunden Fahrt sind wir am Donnerstag, um 4 Uhr morgens in Krakow angekommen. Leider hatten wir uns ja nicht mit Sirkka treffen koennen, da wir uns mit der Zeit ziemlich verkalkuliert haben. Komisches Gefuehl irgendwie, wenn es nicht ein paar Minuten zu spaet kommt (bzw. wenige Stunden im Falle von Joern), sondern es gleich eineinhalb Tage und ueber 1000 Kilometern sind.
Naja, auf jeden Fall unternahmemn wir erstmal ein wenig Sightseeing bei Dunkelheit. Da wir die Stadt - mit unseren Rucksaecken - auf der Suche nach einer Unterkunft einmal komplett durchquert hatten, machten wir erstmal Pause und beobachteten das fruehmorgentliche Treiben Krakaus. Schon jetzt waren Nonnen unterwegs. Alle Strassen waren voellig durchnaesst, ohne das es geregnet hatte. Joern lernte schon bald den Grund kennen. Er sass auf einer Bank und ein auf dem Gehweg entlangrasendes Fahrzeug bespitzte ihn ordentlich mit Wasser, das eigentlich zur Reinigung der Strasse gedacht war (was fuer ne Verschwendung).
Als Joern zu frieren begann setzten wir unseren Weg fort. Der Nebel war mittlerweile so dicht, dass man kaum noch etwas sah, trotzdem konnten wir allerdings wie schon in anderen polnischen Staedten feststellen, dass es hier scheinbar nur 3 - Sterne Hotels gibt. Nachdem ich mich mit einem Sicherheitsmann angelegt hatte, der uns im uebrigen nur helfen wollte, gelangten wir zum Studentenheim Zaczec. Es war mittlerweile sechs Uhr, wir betraten unser Luxuszimmer, fielen ins Bett und schliefen sofort ein...


Nachdem wir irgendwann gegen mittag aus den Betten gefallen waren, erkundeten wir Krakau das erste Mal bei Tag. Anders als Riga und Danzig wurde Krakau im Zweiten Weltkrieg kaum zerstoert. Hier gibt es nicht nur das fuer touristische Staedte obligatorische, wideraufgebaute Altstadt - "Theater". Die ganze Stadt wirkt irgendwie viel authentischer und man hat nicht das Gefuhl durch kuenstliche Kulissen zu laufen. Die alten Gebaeude sind hier dem alltaeglichen Leben zugaenglig. Zudem ist Krakau eine extrem junge und moderne Stadt, und um die grossen touristischen Aktionen herum gibt es eine Menge netter Cafes, Bars und Restaurants. Schon bald landeten wir in einer Milchbar im Keller der Akademie der Wissenschaften. Doch anders als wir erwartet hatten gab es hier keine aausgefallenen Milchshakes, sondern traditionelle polnische Kueche. Wir assen Pirogge, gefuellte Teigtaschen und Borscht, eine Suppe im Brot.

Am naechsten Tag fuhren wir nach Auschwitz. Am Bahnhof begegneten wir einem der der Reisegruppe, die wir auf dem Weg nach Warschau kennengelernt hatten.
AM Bahnhof in Auschwitz lernten wir ein englisches Paerchen kennen, mit dem wir von da an fast die ganze Zeit bis zu unserer Abfahrt nach Budapest am naechsten Tag verbrachten. Ueber Auschwitz kann ich nicht viel sagen, es ist einfach unvorstellbar was an diesem Ort passiert ist, und die verfallenen Gebaeude koennen nur schwer einen Eindruck davon vermitteln.

Am abend trafen wir uns mit Sam und Alex in der Stadt um juedisch Essen zu gehen und dann endeten dann in einer Bar. Sam macht Musik, er benutzt eine Loopmachine (wie Rico Loop) und spielt so Schlagzeug- und Gittarrenloops uebereinander um so eine ganze Band spielen zu lassen. Was Alex macht ist schwer zu beschreiben, zudem hatten wir gewisse Verstaendigungsprobleme auf Grund ihres suedbritischen

Akzents. Auf jeden Fall fotografiert sie. Eine Art Stalking bei dem sie Leute verfolgt, sie unbemerkt ablichtet um spaeter mit den Bildern die Geschichte dieser Leute zu erzaehlen... Am naechsten Tag trafen wir uns nochmal zum Mittagessen mit den beiden. In unserem Stammrestaurant angekommen wollten wir uns gerade etwas bestellen, als wir userem amerikanischen Freund aus dem Zug begegneten und ihn auch noch an unseren Tisch holten. Bald darauf mussten Joern und ich los um unseren Bus zu bekommen und gingen mit dem Gefuehl eine wirklich tolle Zeit in Krakau verbracht zu haben.
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Riga zum Zweiten

Krakau, den 07.09.06

Die letzten Tage waren ziemlich turbulent. Wir hatten uns fuer den abend des fuenften mit Sirkka und Sabine in Krakau verabredet. Am vierten traten wir mittags die ungefaehr 1500 km lange Fahrt aus dem noerdlichen Estland bis in den Sueden Polens an. Leider geriet sie sehr schnell ins stocken, da wir noch bevor wir aus Estland heraus waren, unseren Anschlussbuss um fuenf Stunden verpassten, da alle Busse nach Polen ausgebucht waren, mussten wir noch eine Nacht im Zelt verbringen und konnten dann am naechsten Tag nur bis nach Riga, als wir dort ankamen war es sieben Uhr, wir hatten noch zwei Stunden Zeit und gute 1000 km vor uns.


Zum Glueck konnten wir nochmal bei Mita in Riga pennen, vonwoaus wir am morgen des sechsten den Zug nach Warschau nahmen. Diese Fahrt dauerte etwa 14 stunden, und war dank einer englischsprachigen Reisegruppe, die uns fast die ganze Zeit begleitete sehr unterhaltsam (Vorallem dank des dicken Programmierers, der uns mit seinem sehr ausgefalleneem Humor in Atem hierlt).
Die Reiseleitein versorgte uns nebenbei mit sinnvollen, unsere Weiterfahrt betreffenden Informationen. Dazu mussten wir nur unsere Frage durchs Abteil groelen um eine passende Antwort zu erhalten.
Mit etwa 30 Stunden Verspaetung kamen wir dann heute morgen in Krakau an, Sirkka und Sabine sind leider schon weiter, somit sind wir auch weiterhin mehr oder weniger auf uns allein gestellt...
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Saaremaa

Kuressaare, den 08.12.92

Gerade sitzen wir wieder einmal in Bibliothek von Kuressare und surfen umsonst im Internet. In Estland hat naemlich jeder per Gesetz das Recht auf einen Internetzugang, was uns auch die endlose Suche nach Internetcafés erspart. In ein paar Stunden machen wir uns auf in Richtung Krakau, wo wir uns morgen mit Sirkka und Sabine treffen werden.

Vor sieben Tagen erreichten wir den estnischen Kurort Pärnu. Das Problem war es dort einen Schlafplatz zu finden, da der Strand rund um die Uhr von den SS-Einheiten der Falck-Security oder der Securitas, die hier scheinbar sehr maechtig im Baltikum sind, ueberwacht wird. Also schlugen wir unser Zelt an der wohl belebtesten Kreuzung im ganzen Ort auf und hofften aufs Beste.

Am naechsten Morgen ging es dann Virtsu, von wo aus wir eine Faehre nach Saaremaa nahmen. Drueben deckten wir uns mit genug Vorraeten ein und schlugen uns durch
die Wildnis dieser Insel zu einem geeigneten Lagerplatz durch, den wir dann auch bald in Strandnaehe fanden. Am naechsten Morgen fuhren wir weiter nach Kuressaare ( Arensburg ), der gerade mal 15.000 Einwohnern recht niedlichen Hauptstadt dieser Insel. Neben den verwitterten Holzhaeuschen und dem einsamen Strand in einer Bucht, gab es dort auch noch eine vollstaendig erhaltende Ritterburg des deutschen Ordens, in deren Anlage Max und ich etliche Stunden verbrachten. Am naechsten Morgen bei der Burgbesichtigung wurden wir Zeuge eines scheinbar fuer das Baltikum typische Phaenomen. Hunderte kreischender Kinder stuermten auf das Burggelaende und zusammen mit all den anderen Einwohner Kuressaares wurde dann die estnische Sangeskunst zelebriert.

Am naechsten Tag besuchten wir die Steilkuesten im Nordwesten der Insel. Die ueber 22m ueber dem Meer aufragenden Inseln waren wirklich eindrucksvoll. Ausserdem gab es dort kaum Touristen, was schon verwunderte, da es ja schliesslich, laut Baedecker, einer sehenswertesten Orte in Estland sein sollte. Zum Abendbrot gab es dann leckere Soljanka aus dem Glas auf Max seinem Propankocher erhitzt. So gegen Mitternacht machten ein paar ziemlich besoffene Esten waghalsige Stunts mit ihrem Auto in der Naehe der Klippen. Nachdem wir uns am naechsten Morgen mit OekoShampoo im Meer gewaschen hatten, ging es dann wieder zurueck nach Kuressaare.
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Riga

Kuressaare, den 02.09.06

Die letzte Nacht in Klapeida war stuermisch und wenig erholsam. Ununterbrochen prasselte der Regen auf unser Zelt ein, das nur im Sand des Strandes verankert war. Da es die ganze Zeit wegzufliegen drohte machte ich kaum ein Auge zu und war am Tag darauf dementsprechend gelaunt.
Mit dem Bus fuhren wir nach Riga und wurden dort von Mita am Bahnhof abgeholt. Bald darauf waren wir in ihrer Wohnung, die sie mit unzaehligen Freunden bewohnt. Nachdem wir die Sechsstockwerke, vorbei an Tiefen Rissen und fragwuerdiger Elektrik erklommen hatten, wurde der Aufstieg mit einem grandiosen Blick auf Riga belohnt.
Nach kurzer Sondierung der Umgebung wuerdigten wir unsere erste Matratze waehrend unserer Reise mit ausgiebigem, stundenlangen Chillen.

Aus unserer Trance erwacht ging es bald hinaus ins Rigaer Nachtleben, und diese Nacht sollte eine besondere sein. Die "weisse Nacht" kommt urspruenglich aus Paris und erinnert sehr an die "Fete de la Musique". Ausser Musik gab es viel Artistik. Besonders bemerkenswert war die Gruppe Circs (oder so ähnlich). Den abend liessen wie bei einer etwas befremdlichen Mischung aus Ambient und D'n'B ausklingen.

Den folgenden Tag verbrachten wir damit Riga zu erkunden. Dabei enttäuschte uns diese Stadt doch etwas, von der wir sovielerwartet hatten. Sie ist ueberlaufen von Toursiten und viele der Bauten aus dem Mittelalter sind ziemlich kitschig restauriert.

Abends kochten wir fuer Mita und ihre Mitbewohner unsere beruechtigte franzoesische Zwiebelsuppe. Wir hatten jedoch nicht mit den sehrt viel staerkeren Zwiebeln gerechnet, denen wir (und die andern wohl auch) schon bald Tribut zollen mussten.


Am dritten Tag vernachlaessigten wir unsere "touristischen Pflichten" immer mehr und verbrachten die meiste Zeit "zu Hause", wo wir uns schon praechtig eingelebt hatten, was die ueberall herumliegenden Kleidungsstuecke verbildlichten.

Abends schauten wir dann "Koenig der Loewen 2", was als eindeutige Bereicherung unserer cineastischen Erfahrungen festzuhalten ist und geisselten die Bewohner ein letztes Mal mit ausgiebigem Jonglieren und Diabolieren im Wohnzimmer.

Als Restauranttipp und herausragende Entdeckung in Riga, muessen wir noch "Pelminis" erwaehnen. Hier genossen wir ganze dreimal estische Fastfood-Kueche in Perfektion, die uns voll und ganz ueberzeugte!
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Klaipeda

Riga, den 27.08.06

Klaipeda, manchen vielleicht auch als Memel bekannt, ist die Hafenstadt Litauens und war waehrend Napoleon Europa gerockt hat, kurzzeitig Regierungssitz von Preussen. Als es ihm dann zu heiss bzw. zu kalt in Russland wurde, hat er sich in Vilnius abgesetzt. Ueberdies liegt Klaipeda direkt am Kurischen Haff, das von Kurischen Nehrung, einer Halbinsel, eingeschlossen wird. Die Kurische Nehrung diente als Ort der Inspiration vieler grosser Schrifsteller, unter ihnen Thomas Mann, der dort ein Sommerhaeuschen besass.

Angekommen in Klaipeda, fragten wir gleich ein Paerchen, in welche Richtung denn der Strand sei. Diese waren erst etwas verwundert und nachdem wir ihnen gesagt haben, dass wir schwimmen gehen wollten, dachten sie scheinbar wir waeren nicht ganz dicht, da es ja schliesslich schon um zwei Uhr nachts war. Sie meinten es waere schon zu spaet um zu baden und wir muessten ersteinmal in Richtung Zentrum laufen.

Im Zentrum angekommen, genehmigten wir uns jeder zwei Bier und torkelten dann zum naechsten Taxi, welches uns zum Strand fuhr. Dort bauten wir unser Zelt und schliefen ein unter dem lauten, aber gleichmaessigen Getoese der Ostsee. Am naechsten Morgen verbrachten wir Stunden damit uns in die Wellen zu stuerzen. Der Strand dort war echt klasse, kaum Menschen, sehr grober Sand und einige echt hohe Wellen. Nachdem wir uns ausgetobt hatten, fing die Bernsteinsuche an. Schliesslich sind wir ja nicht zum Spass in das Baltikum gefahren. Wir wurden zwar auch fuendig, aber das in Bernstein eingeschlossene Insekt war leider nicht dabei.

Am Nachmittag wollten wir uns Fahrraeder mieten um damit auf der Kurischen Nehrung rumzugurken. Also fragten wir in der Touristeninformation, ob man sich hier Fahrraeder ausleihen koenne. Nach einem kurzen verschwoerischen Telefonat, wurde uns ein Karte mit dem grob skizzierten Weg in die Hand gedrueckt mit den Worten:"Dort wird eine Frau euch Fahrraeder ausleihen". Also liefen wir zum Hafen, die Rucksaecke hatten wir im Bahnhof gelassen. Der uns beschriebene Weg fuehrte direkt in ein Gewerbegebiet am Hafen. Der dortige Pfoertner versicherte uns mit seinem harten, osteuropaeischen Akzent:"Nobody is renting bikes here in this area." Ploetzlich kam eine Frau auf uns zugeradelt und sagte, wir sollen ihr folgen. Sie war scheinbar Teil einer Untergrundorganisation, die sich auf Fahrradausleihe spezialisiert hat. Sie fuehrte uns die hintere Ecke des Gewerbegebiets und vermiete uns zwei Fahrraeder. Noch um einiges kurioser wurde es, als wir die Raeder wieder abgeben wollten. Wir trafen abends im Daemmerlicht ihren sogenannten "husband", der sie als seine Kollegin bezeichnete. Eigentlich 'ne ganz witzige Sache, oder auch nicht. Dieser Litauer fuehrt uns ebenfalls durch das Gewerbegebiet und wir erwarteten eigentlich jede Sekunde die erloesenden Schuesse von hinten. Doch nichts dergleichen kam, wir gaben die Fahrraeder zurueck und der ominoese "husband" radelte in die Dunkelheit davon.


Mit den Fahrraedern ging es dann per Faehre zur Kurischen Nehrung, ein wirklich nettes Naturschutzgebiet in dem man einfach nett herumradeln/laufen kann. Dort waren wir ebenfalls am Strand und haben Kleckerburgen gebaut. Leider war unsere Standortplanung nicht ganz durchdacht und die ersten grossen Wellen spuelten unser KleckerNeuschwanstein davon. Deprimiert davon zogen wir uns wieder zurueck aufs Festland und assen beim "Schwarzen Kater 2" (Baedeker-Empfehlung). Die Nacht verbrachten wir wieder mal am Strand und am naechsten Morgen ging es mit dem Bus nach Riga.
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Vilnius

Riga, den 08.12.34

Wir sind gerade in Riga angekommen und es ist mal wieder Zeit ein bisschen was in unser Tagebuch zu schreiben.

Die Zeit in Litauen war echt super. Dienstagmorgens sind wir nach zwoelf Stunden Busfahrt in Vilnius angekommen. Das lange Sitzen im engen Bus war zwar anstrengend, wurde allerdings nachdem wir die Grenze zwischen Polen und Litauen ueberquert hatten, mit einem einmaligen Blick auf den Sonnenaufgang und die morgentliche, von Nebelschwaden eingehuellte, urige Landschaft belohnt.

Bald daruaf kamen wir in Litauens Hauptstadt an. Wir hatten in einer sehr spontanen Aktion nach einem Couchsurfingplatz gesucht und binnen 20 Minuten am Tag zuvor zwei Zusagen bekommen.
Wegen einiger fehlgeschlagener Kontaktversuche mussten wir mit dem Treffen bis abendes warten.
In der Zwischenzeit erkundeten wir die Stadt und stellten schon bald sehr grosse Unterschiede zu Polen fest. Das Essen aus dem Supermarkt war viel besser und die entspannte Atmosphaere erinnerte im Gegensatz zum hektischen Treiben in Polen eher an skandinavische Verhaeltnisse.
Die Stadt ist reich an Sehenswuedikeiten und schoenen Parks. Gegen abend warteten wir dann im neuen Stadtzentrum vor einem (nebenbei: ueberraschend angenehmen) Einlaufszentrum auf Dalius, unseren Gastgeber fuer die naechsten zwei Tage.


Als "Wilkommensgeschenk" kochte er fuer uns. Dazu gab es einen guten Rotwein. Bald nach dem Essen gingen wir schlafen.
Den naechsten Tag verbrachten wir in Vilnius Strassen und Parks . Abends revanchierten wir uns dann und kochten fuer Dalius.
Einige Zeit sassen wir noch zusammen und unterhielten uns, bevor wir schlafen gingen.

Damit gingen am Donnerstag zwei sehr angenehme Tage in Vilnius zu Ende und wir machten uns mit dem Zug in Richtung Klaipeda auf...
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Kurz etwas zur Sache selbst

Vilnius, den 23.08.06
Es gab einen kleinen Fehler in der Kommentarfunktion des Blogs, der nun aber behoben ist. Also kommentiert ruhig froehlich weiter.
Ausserdem moechte ich mich an dieser Stelle fuer die langen Ladezeiten der Bilder entschuldigen, aber Maxens Kamera ist schuld.

Und uebrigens:
   getFirefox

       Joern
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Danzig

Vilnius, den 22.08.06

Im Zug nach Danzig hatte wir einen Mann aus Zimbabwe getroffen, der sich in einem perfekten Oxfordenglisch darueber beschwerte, dass keiner der Polen Englisch spraeche. Auf die Frage, was er uns denn zum draussen Uebernachten empfehlen wuerde, meinte er der Strand in Soppot waere klasse.

Um 2.20 Uhr kamen wir in Danzig/Soppot an. Der Bahnhof dort entpuppte sich als die Danziger Version der Eberswalder Str. um etwa dieselbe Zeit. Wir gingen also auf das naechstbeste polnische Paerchen, denn in Polen sind Maedchen scheinbar nur mit ihrem Freund oder mit mindestens zwei anderen Maedchen unterwegs, zu und fragten sie wo der Strand denn genau waere. Nach kurzem Zoegern begann das Maedchen uns in gebrochenem Englisch zu erklaeren, wo wir denn lang muessten. Ploetzlich fragte ihr Freund ganz unvermittelt, ob wir denn Deutsche waeren, was wir natuerlich bejahten. Daraufhin verstummten beide, blickten kurz zu Boden und wechselten dann einige kurze, polnische Saetze miteinander. Ich meinte dann noch aus Spass:"Now, you'll tell us the wrong way, ey?". Schliesslich springt der Junge auf und erklaert uns in gebrochenem Deutsch, dass er uns den Weg zeigen wuerde. Wir folgten ihm also und lauschten seinen betrunkenen Ausfuehrungen. Er fuehrte uns zur Hauptstrasse und deutete uns, dass wir immer geradeaus laufen muessten. Nachdem er von dannen getorkelt war, schlugen wir also genau den entgegengesetzten Weg ein und fanden den Strand. Wie schon erwaehnt, war es eine sternenklare Nacht und schliefen ein unter dem Mondenschein und unzaehligen Sternschnuppen.

Der naechste Tag sollte dann eine scheinbar endlose Odyssee werden. Wir suchten stundenlang einen Zeltplatz, den es scheinbar schon seit einiger Zeit nicht mehr gab. Schliesslich beschlossen wir einfach wieder am Strand zu uebernachten. Erleichtert gingen wir in ein Restaurant an der Strandpromenade und assen Fisch mit Pommes, wobei der Fisch eher einem Riesenfischstaebchen glich. Danach bestellten wir noch Piroggy. Diese polnische Spezialitaet sind gefuellte, in Fett gebratene Teigtaschen. Die waren zwar auch ok, aber kulinarisch hat mich bisher erst der Almette-Frischkaese aus dem Supermarkt ueberzeugt.


Den Nachmittag verbrachten wir am Strand mit baden, jonglieren und Diabolo spielen. Spaeter zogen dann Gewitterwolken auf und wir bauten schnell unser kleines Lager auf. Das geniale war, dass auf der einen Seite der Kueste ein Sturm tobte und auf der anderen Seite die Sonne schien und wir waren genau dazwischen. Soviele Regenbogen wir in Polen, habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen. Ein weiteres Event des Tages war der Strandkorbverkaeufer, der alle zwei Minuten zu uns kam und meinte, wir muessten etwas weiter weg vom Gruenstreifen zelten, dann schaute er auf seinen Wohnwagen, der ebenfalls am Strand stand und in dem er wohnte, und realisierte, dass er selbe den Abstand garnicht einhielt. Er lachte, streckte den Daumen nach oben und murmelte:"ok, gut". Bei jeder Wiederholung dieses Schauspiels, wurde er zunehmend betrunkener und wackelte am Ende nur noch mit seinen Haenden. Schliesslich pinkelte er gegen seine eigenen Strandkoerbe, die er am naechsten Tag wieder ganz normal vermieten wuerde, und ging schlafen.
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Stettin

Danzig, den 21.08.06

Joern und ich sitzen gerade im Internetcafe in Danzig, da wir noch zwei Stunden haben bevor unser Bus nach Vilnius in Litauen faehrt.


Der erste Tag unserer Reise war ziemlich chaotisch und unerwartet anstrengend.
Wir hatten Freitagmorgen eine Mitfahrgelegenheit nach Stettin. Abgeholt wurden wir direkt vor der Tuer. Unsere Fahrerin: Gabriela. Schon am Telefon hatte sich abgezeichnet, dass die Fahrt mit dieser lautstarken Frau nicht langweilig werden, und ihr Geld mit Sicherheit wert sein wuerde!
Nach der Fahrt fiel uns auf, dass die ganze Zeit ueber kein Radio gelaufen war...
Kaum eingestiegen musste ich als Beifahrer schon meiner neuen Rolle als Sekretaer gerecht werden. Staendig klingelte dass Telefon der offensichtlich vielbeschaeftigten Choreografin. Ich musste mit Handy, Headset, Stift und Terminkalender hantieren, waehrend sie das ein oder andere Mal unbeabsichtigt die Spur wechselte.
Sie unterhielt uns ununterbrochen und erzaehlte unter anderem von ihren Problemen mit den scheinbar mehrheitlich Homosexuellen der deutschen Theaterlandschaft...
Joern sah all dem im Halbschlaf recht gelassen zu!
Kurz vor der polnischen Grenze ging das Benzin nahezu unbemerkt zur Neige, wir schafften es aber gerade noch so zur Passkontolle und an die naechste Tankstelle. Daraufhin mussten wir wieder zurueck nach Deutschland um ihre Kinder abzuholen (2. Passkontrolle).
Die beiden farbigen Jungs waren muede und aergerten sich ueber eine Stunde Verspaetung.
Doch schon ging es weiter. Bald waren wir wieder an der Grenze und Gabriela zueckte, aus Ermangelung der deutschen Paesse ihrer Soehne deren polnische (auch US-amerikanische haetten zur Auswahl gestanden).

Bald darauf erreichten wir in Stettin. Mit vielen hilfreichen Tipps ausgestattet, waren wir jetzt auf uns allein gestellt. Als erstes wollten wir unsere Traveller Cheques einloesen. Doch hier begann das Desaster. Wir klapperten 10 Banken und mehrere Wechselstuben ab, doch ohne Erfolg.
Schon seit drei Stunden in Stettin und mit knurrenden Maegen wollte Joern, Geld von seinem Konto abheben. Nachdem dritten Mal war seine Karte gesperrt und wir standen immer noch ohne Zloty da.
Schliesslich wechselte er die eiserne Reserve. Nach vier Stunden unserer Reise waren wir diese also schon los...


Wir assen und machten uns zu unserem Schlafplatz etwas ausserhalb von Stettin auf. An einem See bauten wir bei Dunkelheit und Regen unser Zelt im Wald auf.
Schon bald darauf waren wir eingeschlafen...


Den naechsten Tag verbrachten wir sehr gechillt, hauptsaechlich am See und im Park.



Abends ging es dann Richtung Danzig. Der Zug war recht alt, die Fahrt gemaechlich. Wir hatten die meiste Zeit ueber unser eigenes Abteil mit zweu bequemen Liegen. Von hier aus beobachteten wir den vorueberziehenden, sternenklaren Nachthimmel...
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Dänemark

Berlin, den 16.08.06

Zum Anfang kann ich ja mal ein bißchen von der letzten Zeit erzählen. Mit Lilli zusammen bin ich eine Woche lang nach Dänemark gefahren. Dort haben wir bei Mr. Thais, unserem dänischen Freund gewohnt.
In den ersten Tagen erkundeten wir Aarhus, die zweitgrößte Stadt Dänemarks. Umgeben von der für Ostjütland charakteristischen, malerischen Moränenlandschaft liegt sie direkt an der Ostsee.
Die Stadt selbst ist geprägt von ihrer Universität, die Straßen voll junger Leute. Parks und Museen gibt es in Hülle und Fülle. Bemerkenswert ist auch der große Hafen, durch den wir nachts mehrere Male auf dem Weg nach Hause mit unseren nach dem Einkaufswagenprinzip ausgeliehenen Fahrrädern fuhren.
Die letzten Tage verbrachten wir dann in der "Wildnis", bei Lagerfeuer, sehr lustigen Gesprächen und Bier. Außerdem hatten wir noch einen schönen Abend mit Thais Familie in deren Haus, etwas außerhalb von Aarhus.

Auf dem Rückweg machte ich noch Halt in Hamburg. Dort traf ich trotz fehgeschlagener Kontaktversuche, mehr oder weniger zufällig Jörn, Flavia, Federica und die Ferdinands in der Frida-Kahlo-Ausstellung.

Alles in allem auf jeden Fall ein toller Start in den Reisesommer nach überwundenem Unistress.
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Online!

Wedding, den 16.08.06
So,



nun ist unser ReiseBlog online. Er soll so eine Art Tagebuch unserer Reise werden, in das wir kleine Reiseberichte schreiben und Fotos und Filme setzen wollen.
Hier könnt ihr nicht nur die Berichte kommentieren, sondern auch die Fotos und Filme. Dafür gibt es bei der Einzelansicht von Bericht/Foto/Film ganz unten immer ein
Eingabefeld.



Ich hoffe ihr habt Freude beim Lesen der Berichte und Anschauen der Fotos. Wir freuen uns natürlich über jedes Kommentar von euch.

Bis bald,

       Jörn
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